Zum Saisonabschluss hat die Friedberger Zweite sich mit 37:34 (20:15) gegen die SG Kempten – Kottern durchgesetzt. Die Handballer konnten sich aber nicht mehr verbessern und beenden ihre Saison in der Landesliga als Elfter. Jetzt müssen sie auf die Resultate aus der 3. Liga warten, welche am nächsten Wochenende endet.

Friedberg hatte am vergangenen Spieltag in Dachau durch eine Niederlage die Chance verspielt, auf den zehnten Rang zu springen. Die Gäste aus dem Allgäu hatten dagegen bereits einige Wochen Zeit, sich an die Tatsache zu gewöhnen, dass sie die Klasse nicht halten können würden. Sportlich konnte sich also keines der beiden Teams am letzten Spieltag mehr verbessern, dennoch zeigten sie ein unterhaltsames, torreiches Handballspiel.

Friedberg hatte dabei nach dem 4:4 stets die Nase vorne. Die Herzogstädter spielten einen schnellen Ball und setzten sich so auf 7:4 und 11:7 ab. Beide Teams verteidigten an diesem Tag eher zurückhaltend, darum sahen die Zuschauer in der Friedberger TSV – Halle ein extrem torreiches Handballspiel. Zur Pause war der TSV bereits mit 20:15 vorne.

Im zweiten Durchgang setzte er sich dann rasch vorentscheidend ab. Das lag an der stark verbesserten Defensive, die in den ersten zehn Minuten nach der Pause ganze zwei Gegentreffer zuließ. Vorne traf Friedberg dagegen regelmäßig, das 28:18 bedeutete einen beruhigenden Vorsprung.

Das dachten allerdings auch die Friedberger Spieler, die in der Folge zu lässig agierten und die Konzentration schleifen ließen. So kam Kempten wieder auf 31:28 heran, in der Schlussphase wackelte der zuvor so souveräne TSV gehörig.

Aber der Vorsprung sollte reichen, Friedberg gelang noch einmal die Wende. Kempten rannte nicht mit der letzten Konsequenz an, die Gastgeber stabilisierten sich vorne wieder und machten mehr aus ihren Chancen. Näher als bis auf zwei Treffer sollten die Gäste dem TSV nicht mehr kommen. Mit dem 37:34 (20:15) Sieg am letzten Spieltag schaffen die Handballer einen versöhnlichen Abschluss. Jetzt ist aber warten angesagt, die Resultate aus der 3. Liga bestimmen in gut einer Woche auch das Schicksal der Friedberger Zweiten, die immer noch um den Klassenerhalt bangen muss.

Trainer Gerald Schwarz zeigte sich mit der Partie zufrieden: „Wir haben heute über weite Strecken eine gute Vorstellung gezeigt. Mitte des zweiten Durchgangs führten wir schon richtig klar, dann haben wir aber nochmals den Faden verloren und den Gegner wieder Hoffnung gemacht. Mit einer Steigerung in der Schlussphase konnten wir uns aber trotzdem noch den Sieg sichern. Jetzt ist Warten angesagt, vielleicht können wir uns noch über die Relegation retten. Darauf werden wir uns auf jeden Fall intensiv vorbereiten.“

 

Kraus; F. Dorsch; Pöppel; A. Müller (5); Hartl (6/1); Koch (4); Fuchs (4); M. Kraus (4); Schiechtl (5); Egidy (1); Apel (2); Prechtl (6).

 

Domenico Giannino (gia)